13. Konferenz der Bundes-AG E-Learning

13. Konferenz der Bundes-AG E-Learning

20.06.2013 in Jura & Lehre

Vom 17.-19. Juni 2013 fand in Münster die 13. Konferenz der Bundesarbeitsgemeinschaft E-Learning der Fachhochschulen für den öffentlichen Dienst in Deutschland statt.

In der Bundesarbeitsgemeinschaft E-Learning, deren Sprecher ich bin, kooperieren die Fachhochschulen des öffentlichen Dienstes (Allgemeine Verwaltung, Polizei, Rechtspflege, Steuerverwaltung). Ausgehend von der Überlegung, dass viele Studieninhalte sich in bestimmten Hochschulen ähneln oder gleichen, ist die AG bestrebt, den Austausch von Wissen, Informationen und Materialien bis hin zu Lernprogrammen zu ermöglichen. Dazu betreibt unsere AG seit nunmehr 10 Jahren eine gemeinsame Lernplattform und hält jährliche Konferenzen ab.

Die elf Teilnehmer, im Bereich Blended Learning/E-Learning besonders engagierte Dozenten und Professoren, kamen in diesem Jahr aus Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Wie in jedem Jahr gab es auch diesmal ein interessantes Programm mit Vorträgen und intensivem Erfahrungsaustausch.

SINNLICH

Den Auftakt machte die Gast-Referentin Melanie Malczok von der Hochschule Osnabrück mit ihrem Vortrag „Lange Rede kurzer Sinn?“. Sie schilderte hierin die Auswirkungen empfundener Sinnhaftigkeit auf unser Lern- und Arbeitsverhalten und lenkte damit den Blick auf die affektiv-emotionale Ebene in der Lehre.

 

TECHNISCH

Auf die „harte“ technische Ebene brachte uns anschließend Ulrich Diekhake, Dozent an der Fachhochschule für Finanzen in Nordkirchen (NRW). Er erläuterte die Produktion seiner videobasierten E-Lectures für PC und den Export als Video-Podcasts für Smartphones.

 

Sebastian Walker, Geschäftsführer der Slidepresenter GmbH in Frankfurt/Main, stellte uns den SlidePresenter, ein onlinebasiertes Autorenwerkzeug zur Produktion von Vorträgen und Schulungen und anschließenden Online-Präsentation, vor. Die Teilnehmer waren insbesondere von den Ausgabemöglichkeiten auch auf mobilen Endgeräten sehr beeindruckt.

PRAKTISCH + UNERLÄSSLICH

Die anschließende Diskussion zeigte deutlich, dass Mobile Learning nicht mehr länger nur ein Trend, sondern ein wichtiger Schritt in die Zukunft des digitalen Lernens ist. Mobile Learning ermöglicht es dem Lernenden, völlig zeit- und ortsunabhängig von seinem mobilen Gerät auf den Schulungsinhalt zugreifen zu können. Dies ist nicht nur für Menschen mit weiten Arbeitswegen sehr praktisch, sondern auch unerlässlich für Berufsgruppen, die ihr Wissen an ständig wechselnden Orten up-to-date halten müssen.

SPORTLICH

Für den letztgenannten Aspekt liefert hier das jüngste AG-Mitglied, die Bayerischen Bereitschaftspolizei, das beste Beispiel: Sie bildet eine kleine Gruppe von Spitzensportlern, viele von ihnen Olympiateilnehmer, zu Polizeibeamten aus. Dies geschieht in der Weise, dass die Athleten – von nur jeweils wenige Monate dauernden Präsenzphasen abgesehen – über die Anbindung an unsere Lernplattform und für sie maßgeschneiderte E-Learning-Angebote ihr Fachhochschulstudium von überall auf der Welt absolvieren können.

BEWEGLICH

In der Vorstellung meines Projektvorschlags „Tablets in der Fachhochschullehre“ habe ich für eine neue Mobilität und Flexibilität der Lehrenden durch Nutzung eines Tablets geworben. Meine Vision: Mit Tablets und den richtigen Apps werden ganz neue Formen der Interaktion und Partizipation in der Lehre möglich.
 
 
Das Thema abgerundet haben Renate Meißner, Dozentin an der Steuerakademie Niedersachsen und Martin Teufel, Dozent an der Fachhochschule für Verwaltung und Polizei in Bayern. Sie berichteten über ihre eigenen Tablet-Erfahrungen, gaben nützliche Tipps und einige App-Empfehlungen.

SCHLIESSLICH

Mein kleiner Artikel über unsere Konferenz wäre unvollständig, wenn ich nicht noch ein Wort über den geografischen Rahmen unserer Tagung verlieren würde: die wunderbare Stadt Münster.
Wenn Sie einmal die Gelegenheit haben, die westfälische Provinzialhauptstadt zu besuchen, nutzen Sie sie!
 
Es gibt viel zu entdecken: den St.-Paulus-Dom (unbedingt einen Blick ins Innere werfen, nicht zuletzt wegen der sagenhaften Astronomischen Uhr), den Prinzipalmarkt, den Aasee, die 1000 Kneipen, Studentenlokale, Restaurants und Cafés und vieles mehr.
      
Aber aufgepasst mit den Fahrradfahrern…

 

Fotos: Martin Teufel

 

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